Plasma - die Abwehrzentrale im Blut

Die Flüssigkeit des Blutes heißt Plasma und erfüllt viele lebenswichtige Funktionen.

Was ist eigentlich Plasma?

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© Tina Demetriades

Das Plasma, die Blutflüssigkeit, besteht zu ca. 90 Prozent aus Wasser, die restlichen knapp zehn Prozent teilen sich vor allem in folgende Stoffe auf:

  • Immunglobuline (Eiweiße, die für die Abwehr von Krankheiten wichtig sind)
  • Albumin (Eiweiß, das wasserunlösliche Substanzen wie Vitamine und Fette an ihren Bestimmungsort transportiert)
  • Gerinnungsfaktoren

Wozu brauche ich die Stoffe im Plasma?

Die Immunglobuline, das Albumin und die Gerinnungsfaktoren ermöglichen und steuern zahlreiche Prozesse, ohne die Sie nicht überleben könnten.

Wem helfen Immunglobuline?

Immunglobuline sind Abwehrstoffe, die einzelne Viren und Erreger spezifisch erkennen und unschädlich machen. Diese Eiweiße gelten als wichtigste Waffe des menschlichen Immunsystems. Besonders wichtig ist die Gabe gespendeter Immunglobuline für folgende Menschen:

  • Kinder mit angeborener Immunschwäche
  • Patienten, deren Immunsystem nach einer Krebserkrankung oder einer Knochenmarktransplantation geschwächt ist
  • Patienten mit schweren Entzündungen der Nerven oder der inneren Organe
  • Patienten mit Autoimmunerkrankungen (Fehlsteuerung, bei der das körpereigene Abwehrsystem den eigenen Organismus angreift)

Wem hilft Albumin?

Albumin wird in der Leber gebildet. Es transportiert Stoffwechselprodukte im Blut und reguliert die Fließ- und Druckeigenschaften des Blutes. Deshalb ist es vor allem für folgende Menschen wichtig:

  • Patienten mit schweren Verletzungen, etwa nach einem Verkehrsunfall oder einer Verbrennung
  • Patienten mit schweren Leberschäden
  • Patienten, die am Herzen operiert werden

Wem helfen Gerinnungsfaktoren?

Gerinnungsfaktoren stellen sicher, dass das Blut bei der Verletzung eines Blutgefäßes gerinnt. Ansonsten könnte schon eine kleine Verletzung zu einer gefährlichen Blutung oder gar zum Tod führen. Mit den in Ihrer Blutspende enthaltenen Gerinnungsfaktoren können Sie Menschen unter anderem in folgenden Situationen helfen:

  • wenn sie an einem angeborenen Mangel an Gerinnungsfaktoren leiden,  zum Beispiel an der sogenannten Bluterkrankheit (Hämophilie A, Hämophilie B oder Von-Willebrand-Syndrom)
  • wenn sie stark bluten oder sich schwer verletzt haben. Als Wundkleber („Fibrinkleber“) sorgen sie dafür, dass die Wunde sich schließt.

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