Entnahmetechnik erhöht Sicherheit von Blutprodukten
Durch das sogenannte "Predonation-Sampling" wird das Risiko verringert, daß bei der Blutentnahme Hautkeime in die Konserve gelangen.
Sorgfältige Spenderauswahl, strenge Herstellungsvorschriften und umfangreiche Laboruntersuchungen haben Blutkonserven heutzutage zu sehr
Arzneimitteln gemacht.
Eines der dennoch verbliebenen Risiken besteht darin, daß sich Bakterien in den Blutprodukten vermehren und beim Empfänger zu Fieber und Infektionen führen können. Diese Bakterien gelangen meist schon bei der Blutentnahme in die Konserve, da die Haut des Blutspenders auch durch Desinfektionsmittel nicht völlig keimfrei wird. Vielmehr bilden Haarwurzeln und Hautdrüsen kleine Taschen, in die das Desinfektionsmittel nicht genügend eindringt. Der beim Stich der Nadel (1) durch die Haut "ausgestanzte" winzige Hautzylinder kann eine solche Tasche enthalten und darin Bakterien transportieren.
Ein neues Entnahmesystem besitzt nun einen zusätzlichen kleinen Beutel (2), in dem als erstes eine kleine Blutmenge mit dem darin enthaltenen Stanzzylinder aufgefangen wird. Danach wird dieser Beutel verschlossen und erst jetzt der Beutel mit der eigentlichen Blutspende (3) gefüllt. Das zuerst aufgefangene Blut wird schließlich zum Füllen der Laborröhrchen (4) verwendet, so daß auch diese Blutmenge nicht "verloren" geht. Studien zeigen, daß durch dieses Vorgehen die Rate an bakteriell besiedelten Blutkonserven um etwa die Hälfte verringert wird.
(5) Filter zur Entfernung der weißen Blutkörperchen
(6 - 8) Beutel für Blutkomponenten
Während der Blutspende liegt der neue Probenbeutel auf der Hand des Spenders:

