Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Eigenblutspende
Voraussetzungen
- die Operation wird zu einem festen Termin geplant
- bis zum Op-Termin ist genug Zeit für die Blutspenden (3 - 7 Wochen)
- der Patient ist einverstanden
- es liegen keine Infektionen vor
- die Entnahme von jeweils etwa 500 ml Blut ist gefahrlos möglich
Da Fremdblutkonserven heutzutage sehr
sichere Arzneimittel sind, ist auch für die Eigenblutspende eine
sorgfältige Nutzen-Risiko-Abschätzung durchzuführen. Hierbei sind u. a.
die Kreislaufbelastung für den Patienten und die mehrfache Anfahrt zur
Blutspende zu berücksichtigen. Nur in wenigen Fällen ist die
Eigenblutspende unbedingt erforderlich, zum Beispiel bei sehr seltenen
Blutgruppenmerkmalen.
Ablauf
Bei der Planung der Operation ist durch
den behandelnden Arzt abzuwägen, ob eine Eigenblutspende in Frage
kommt. Gegebenenfalls wird er den Patienten über diese Möglichkeit
informieren und mit dem 'Auftrag zur Eigenblutentnahme' im
Blutspendedienst vorstellen. Manche Krankenhäuser führen die
Blutentnahme auch selbst durch und lassen nur die Untersuchung und
Aufarbeitung der Blutkonserven durch den Spendedienst
durchführen.
In jedem Fall ist rechtzeitig - mindestens 3 Wochen - vor der Operation
mit der Blutentnahme zu beginnen, um dem Körper die Nachbildung der
roten Blutkörperchen zu ermöglichen. Andererseits sind die
Blutkonserven nur begrenzt haltbar, daher darf die erste Blutentnahme
höchstens 7 Wochen vor der Operation liegen. Um den Eisenbedarf für die
verstärkte Blutbildung zu decken, ist während dieser Zeit die
zusätzliche Einnahme von Eisen in Tablettenform erforderlich.

