Ihre Blutgruppe – so einzigartig wie Ihr Fingerabdruck

Ihre Blutgruppe ist geprägt durch individuelle, genetisch vererbte Merkmale (sogenannte Antigene) auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Es gibt viele verschiedene Blutgruppensysteme, die unterschiedlich verbreitet sind.
Das AB0- und das Rhesus System sind fester Bestandteil der Blutgruppenbestimmung.

Was genau ist eine Blutgruppe?

1901 entwickelte der 1930 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Karl Landsteiner das Bestimmungssystem A-B-0. Er hatte Blutzellen und Seren von ihm selbst und fünf Mitarbeitern seines Labors in unterschiedlichen Kombinationen zusammengegeben. Dabei entdeckte er, dass das Blut bei bestimmten Konstellationen von Serum und Erythrozyten verklumpte, und entwickelte daraufhin die Einteilung der Blutgruppen in A, B, 0 und AB.

Ihr individuelles Blutplasma als Erwachsener beinhaltet Antikörper gegen die Ihnen jeweils fehlenden Antigene, und zwar nach diesem Schema:

  • A hat Antikörper gegen B
  • B hat Antikörper gegen A
  • 0 hat Antikörper gegen A und B
  • AB hat keine Antikörper

Es ist sehr wichtig, Ihre Blutgruppe als Spender und die Blutgruppe des Empfängers sorgfältig zu bestimmen, denn die Antikörper können schwerwiegende Reaktionen bei einer A-B-0-Fehltransfusion auslösen.

1940 entdeckte Karl Landsteiner ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Blutgruppen: den Rhesusfaktor, der ebenso wie die Blutgruppe genetisch vererbt wird. Dieses System verfeinert die Einteilung der Blutgruppen wie folgt:

  • besitzen Sie das D-Antigen, so sind Sie Rhesus-positiv
  • besitzen Sie es nicht, sind Sie Rhesus-negativ

Um die Gesundheit unserer Patienten beziehungsweise der Empfänger Ihrer Blutspende nicht zu gefährden, berücksichtigen wir bei einer Bluttransfusion ebenso wie bei einer Organtransplantation diese individuellen Eigenschaften Ihres Blutes. Denn die Blutgruppen von Spender und Empfänger müssen übereinstimmen oder sich zumindest miteinander vertragen.

 

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