Ihre Blutkonserve: So geht es weiter

Ihr Blut wird nach der Spende auf Kühlplatten gelagert und in unser Zentralinstitut nach Eilbek gebracht. Dort stellen unsere Mitarbeiter Ihr Blut in eine spezielle Zentrifuge, um aus der Blutkonserve durch das Schleudern die drei für die Notfallmedizin wichtigsten Bestandteile des Blutes zu gewinnen. Dieses Spektrum umfasst folgende Substanzen:
- Erythrozytenkonzentrat (Konserve aus den roten, eisenhaltigen Blutzellen)
- Plasma (flüssige Bestandteile des Blutes ohne Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten)
- Thrombozytenkonzentrat (Konserve aus den Blutplättchen, die wichtig für die Blutstillung sind)

Erythrozytenkonzentrat

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© Tina Demetriades

Das Erythrozytenkonzentrat besteht aus den roten Blutkörperchen Ihrer Blutspende. Erythrozyten transportieren den lebensnotwendigen Sauerstoff im Körper. Das Konzentrat ist sechs Wochen lang haltbar. Wir liefern es den Kliniken in Hamburg und Umgebung auf Anfrage zur Transfusion. Es ermöglicht insbesondere die Behandlung von Blutarmut und wird beispielsweise bei einer Blutung bei einer Operation, nach einem Unfall oder bei einer Organtransplantation eingesetzt.

Blutplasma

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© Tina Demetriades

Das Plasma (Blutflüssigkeit) wird tiefgefroren und mehrere Monate eingelagert (Quarantäne-Lagerung).

Sind bei Ihrer nächsten Spende die Infektionsparameter (Hepatitis, HIV, Syphilis) wieder einwandfrei,  stellen wir das Plasma auf Anfrage Kliniken zur Verfügung, die es für eine Transfusion benötigen.

Als flüssiger Bestandteil des Blutes ist das Plasma extrem wichtig bei der Behandlung folgender Verletzungen und/oder Erkrankungen:

  • Gerinnungsstörungen
  • großflächige Verbrennungen
  • bestimmte chronische Krankheiten

Darüber hinaus wird es verwendet, um Medikamente, künstliche Gerinnungsfaktoren und Impfstoffe herzustellen. Tiefgefroren hält es zwei Jahre lang.

Thrombozytenkonzentrat

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© Tina Demetriades

Ein Thrombozytenkonzentrat gewinnen wir, indem wir die Blutplättchen aus mehreren Vollblutspenden vermischen („poolen“). Mit diesem Konzentrat können wir vor allem Menschen helfen, die erkrankungsbedingt über zu wenige Blutplättchen verfügen. Es wird unter anderem in folgenden Situationen transfundiert (übertragen):

  • während einer Chemotherapie
  • nach einer Transplantation
  • bei bestimmten chronischen Erkrankungen

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