Sicherheit
Sicherheitskonzepte für Blutspender und Blutkonserven
Ihr Blut ist bei uns in den besten Händen!
Um gesundheitliche Risiken für den Spender selbst und den Empfänger vermeiden zu können, erfolgen eine Reihe sorgfältiger Untersuchungen. Selbstverständlich wird für die Blutentnahme nur steriles Einwegmaterial verwendet, so daß eine Infektion für den Spender grundsätzlich ausgeschlossen ist.
Neuspenderuntersuchung
Bei der Neuspenderuntersuchung wird eine ausführliche Krankengeschichte erhoben und eine ärztliche Untersuchung durchgeführt, die die Spendetauglichkeit bestätigen muß.
Aktuelle Krankheitsgeschichte
Eine erneute aktualisierte Krankheitsgeschichte wird bei jeder Spende erhoben. Zur Vereinfachung und um unnötige Zeitverzögerungen zu vermeiden geschieht dies anhand eines Fragebogens. Sollten hierbei Fragen auftauchen, steht Ihnen jederzeit eine Ärztin oder ein Arzt zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung. In dem Fragebogen wird auch nochmals gezielt nach eventuellem Risikoverhalten gefragt. Auch die Angaben über die derzeitige Einnahme von Medikamenten sind von großer Wichtigkeit. Bestimmte Medikamente beeinflussen die Eignung als Blutspender. Jeder Spender muß die Richtigkeit seiner Angaben mit seiner Unterschrift bestätigen.
Selbstausschluß
Sollten Ihnen nach der Spende irgendwelche Zweifel an Ihrer Eignung zum Blutspenden kommen so haben Sie jederzeit die Möglichkeit mit dem sogenannten Selbstausschluß die Blutspende zur weiteren Verwendung am Patienten sperren zu lassen (beispielsweise auch telefonisch).
Temperatur- und Blutdruckmessung
Nach den Richtlinien ist vor jeder Spende eine Messung der Körpertemperatur beim Spender vorgeschrieben. Dies geschieht, um eventuelle bislang unbemerkte fieberhafte Erkrankungen aufzudecken.
Labortests
Die Freigabe der gewonnenen Blut- oder Plasmakonserven setzt eine Reihe von Laboruntersuchungen voraus, deren Ergebnis eindeutig negativ sein muß bzw. bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten darf.
Infektionskrankheiten
- Gelbsucht (Hepatitis): Untersuchung auf Hepatitis B (Hepatitis-B-Antigentest) und Hepatitis C (Hepatitis-C Antikörpertest)
- AIDS-Test (HIV-Antikörpertest)
- Syphilis-Test (TPHA-Test) zum Nachweis einer akuten oder alten Syphilisinfektion
- PCR-Testung (Untersuchung auf das Erbgut von Hepatitis A-, B- und C-, HI- und Parvoviren)
Quarantäneplasma
Das Blutplasma wird einer Sicherheitsquarantäne von 4 Monaten unterzogen. Dies bedeutet, daß das Plasma erst für die Gabe an Patienten freigegeben wird, wenn der Spender nach einem halben Jahr erneut zur Spende oder Untersuchung da war und ein zweiter negativer Hepatitis- und HIV-Test vorliegt. Aus diesem Grund ist es für den Spendedienst auch sehr wichtig, daß Spender dauerhaft und möglichst regelmäßig zur Spende kommen.
Behördliche Kontrollen
In regelmäßigen Zeitabständen werden die Blutspendeeinrichtungen von den zuständigen Behörden geprüft. Dabei wird auch die gesamte Dokumentation, insbesondere der Testergebnisse auf Infektionsparameter geprüft. Die Herstellung von Blutkonserven und Blutprodukten unterliegt den Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes und des Transfusionsgesetzes.

