Von der Blutspende zum Medikament
Von der Blutspende zum Medikament
Bei jeder Blutspende (Vollblut) werden ca. 500 ml Blut
entnommen. Im Beutel werden dem Blut Stoffe zugesetzt, die verhindern,
daß das Blut unmittelbar nach der Entnahme gerinnt oder verklumpt. Nach
der Entnahme wird das Blut weiterverarbeitet und in seine verschiedenen
Bestandteile aufgeteilt.
- Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
- Blutflüssigkeit (Plasma)
- Blutplättchen (Thrombozyten)
- Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)
Blutflüssigkeit (Plasma)
Das Plasma (Blutflüssigkeit) wird nach dem Auftrennen sofort tiefgefroren und ist dann als gefrorenes Frischplasma bei -30°C 2 Jahre haltbar.
Im Plasma sind Eiweißstoffe enthalten, die für die Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsmenge im Gefäßsystem wichtig sind (z. B. Albumin). Daneben enthält das Plasma Stoffe, die für die Blutstillung wichtig sind (Gerinnungsfaktoren). Außerdem enthält das Plasma Abwehrstoffe gegen Krankheiten (Immunglobuline).
Frischplasma wird bei sehr großen Blutverlusten oder großen Operationen gegeben, ebenso bei Blutungskomplikationen mit einer Störung der Blutgerinnung.
Viele wichtige Medikamente werden aus Plasma hergestellt, wie z. B. Gerinnungspräparate für Bluter, Präparate für Intensivpatienten und Mittel gegen schwere Infektionen.

